Alt- und Totholz - voller Leben

Die naturnahe Waldbewirtschaftung verbindet die Holznutzung mit umweltgerechter Waldentwicklung und Naturschutz.
Große Baumstubben bieten Lebensraum für viele Insekten, Pilzen, Moosen und Flechten. Aber auch die Nadelstreu ist ein wichtiger Bestandteil des Waldes.
Die Hügelbauenden Waldameisen, es gibt ca 15.000 Ameisenarten auf der Erde, nutzen die Nadelstreu. Sie bauen in lichte Nadel - und Mischwälder, gern an sonnien Randlagen und an Wegrändern. Es sind ihre bevorzugten Lebensräume.
Ameisen sind als wichtige biologische Schädlingsbekämpfer von großer Bedeutung, da sie Insekten, Larven, und Raupen erbeuten. Da die Ameise auch gern Samen, von zum Beispiel, Taubnesseln und Veilchen sammelt, trägt sie auch somit zur Verbreitung vieler Waldblumenarten bei.
Ameisen sind aber auch Nahrung für andere Tiere. Sie werden vom Specht und anderen Tieren als Nahrung und auch zur Brutaufzucht benötigt.
Seltene Käfer wie der Hirschkäfer, benötigen insbesondere für die Entwicklung der Larvenstadien, umgebrochene Bäume oder Baumstubben.
Eine lange Zeit bleibt die Bodenfeuchte erhalten und es wird kontinuierlich Humus gebildet. Da der Stubben in etlichen Jahren zerfällt, ist der dadurch entstandene Humus wiederum für eine neue heranwachsene Waldgeneration und für alle Pflanzen des Waldes der Nährboden.. Um für einen vielfälltigen, artenreichen Lebensraum und somit für eine biologische Vielfalt im Wald zu sorgen, ist es von Wichtigkeit, einige Bäume dem natürlichen  Zerfall zu überlassen.
Der Wald ist das bedeutsamste Landschaftselement, welches seit Jahrzehnten nicht nur nachhältig forstwirtschaftlich genutzt wird. Es ist ein Lebensraum für viele Tiere und Pflanzenarten. Der Wald besteht eben nicht nur aus Holz. Auch die Menschen brauchen den Wald. In dieser Lebensemeinschaft aus Tieren und Pflanzen ist alles voneinander abhängig.
Stirbt ein Baum, so zieht neues Leben in ihn ein. Totholz steht am Anfang und am Ende eines Waldlebens.
Weit mehr als 1.400 Arten von Käfern, Flechten,  Moose, Farne, Spinnen, Asseln, Nacktschnecken  sowie viele Vögel, Lurchen, Säugetiere und ca. 600 Großpilzarten  haben sich auf die Totholzstrukturen geprägt.
In Großhöhlen die der Schwarzspecht zimmerte und verlassen wurde, leben zum Beispiel Waldkauz, Star, Dohle, der große Abendsegler und nicht zu vergessen die Hohltaube.
Astlöcher, Spalten, und ausgefaulte, fast verrottete Großhöhlen  bieten zum Beispiel  Hornisse, Wildbiene, Waschbär, Baummarder und Siebenschläfer  Schutz vor Feinden aber sie dienen auch als Brut -, Aufzuchtsraum und zum Schutz vor die kalten Wintertage.
In den Massen von Totholz, welches in den Naturbelassenen Wäldern vorkommt, sind große Mengen an Nährstoffen enthalten, die durch die Zersetzertätigkeit verschiedener Bewohner des Totholzes und der Pilze in den Boden des Waldes zurückkehren.
Hier sei nochmals erwähnt, daß ein Mangel an totem Holz bedeutet, Lebensraum und Nahrungsverlust vieler Besiedler des totem Holzes, und was zu einer Verarmung des Waldbodens führt.

Zum Abschluß möchte ich noch etwas hinzufügend sagen.
Ein bißchen guter Wille, Achtung vor der Natur und Rücksichtnahme;  könnten große Schritte nach vorn bedeuten. Wer sich das zu Herzen nimmt, kann seinen Beitrag zur Naturerhaltung beitragen.
Das von Menschenhand erschaffenes, kann man wieder herstellen aber Arten, die ausgestorben sind, kann keine Macht der Welt wieder zum Leben erwecken.
Naturschutz geht alle an und muß von jedem einzelnen ausgehen.





3 Kommentare:

  1. Den Worten von Reinhard Georg Heller möchte ich mich voll anschließen.

    Noch ein paar Worte seien mir gestattet: Tatsächlich höre ich den einen oder anderen ("den" bitte geschlechtsneutral verstehen) sinngemäß sagen, dass doch die Forstwirtschaft abgestorbene Bäume fortschaffen könne, damit der Wald schöner wäre. Und sauberer. Möge jeder einzelne dieser Leute Carolas Worte lesen.
    "Schöner" und "sauberer". - Was ist eigentlich schöner, als den kompletten Kreislauf der Natur im Walde beobachten und miterleben zu können? Selbst beinah vollkommen zersetzte Baumstämme, das Werk von winzigkleinen Organismen, hat doch eine beeindruckende, ganz eigene Schönheit. Und wird zur Basis, zur Nährstoffgrundlage für Neues. - Und ja, "sauber" - was ist unsauber daran, dass Totholz im Walde zu finden ist. "Unsauber" ist doch nur das, was manche Menschen dort hinterlassen, zum Schaden der Wälder und zum Ärger von den vielen, vielen Naturfreunden.
    Danke, Carola, für Deine tolle Seite.

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  2. Ich Danke dir Rene für Deinen großartigen Kommentar, und wünsche,daß viele Menschen so Denken wie Du und ich.

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  3. Totholz, es gehört zu einem gesunden Ökosystem dazu... und betrachtet man einmal ein solches Totholz, so wird man feststellen: es ist voller Leben... und bietet so vielen Arten ein Zuhause...einen Lebensraum... ich jedenfalls freue mich immer über einen Wald, der auch wirklich ein Wald sein darf... einen Wad, in dessen Kreislauf der Mensch sich nicht einmischt....

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